Modernisierung des Hauses spart Energiekosten
Oktober 22, 2009 von Immobilien
Kategorie: Energie sparen, Immobilien, Top-Artikel
Viele Häuser, die vor den neunziger Jahren gebaut wurden, haben eine unzureichende Bausubstanz, was dazu führt, dass sie bisweilen bis zu dreimal so viel Energie zur Beheizung verbrauchen wie Neubauten. Die häufigsten Schwachstellen sind vor allem die Außenwände, das Dach sowie die Heizung. Eine Sache, die sich sehr schnell lohnen kann, ist der Austausch des veralteten Heizkessels. Sollte man sich aber für eine komplett neue Heizungsanlage entscheiden, ist es erforderlich, dass man ernsthaft erwägt, etwas mehr zu investieren. Die Mehrkosten können sich in vielen Fällen relativ schnell lohnen. Genau dies zeigt die folgende Beispielrechnung: Ein moderner Brennkessel kostet im Im Vergleich zu herkömmlicher Gas-Heiztechnik ungefähr 1000 Euro mehr. Bei einem Einfamilienhaus aus den Fünfzigerjahren kann die Entscheidung für eine solche Anlage eine Energieersparnis von bis zu 28 Kilowattstunden pro Quadratmeter ausmachen. Hat man nun beispielsweise 110 Quadratmeter Wohnfläche und Energiekosten von sechs Cent je Kilowattstunde macht die Ersparnis an Energiekosten rund 185 Euro jährlich aus. Dies bedeutet, dass sich der Mehraufwand bereits nach weniger als sechs Jahren bezahlt macht. Anders sieht dies beim Austausch von Fenstern, Dachdämmung oder Dämmung der Außenwände aus, denn diese Maßnahme rentiert sich meist erst nach über zehn Jahren. Jedoch ist es es dennoch ein weiterer Faktor, um den Wärmebedarf des Hauses zu senken. Insbesondere wenn Eigenheimbesitzer ihr Haus als Lebenswohnsitz betrachten, springt am Ende ein finanzieller Vorteil bei Verbesserungen der Dämmung heraus. Sollte eine Sanierung geplant sein, ist es immer ratsam, einen Energieberater heranzuziehen. Dieser wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA, mit bis zu 350 Euro bezuschusst. Allerdings gibt es auch einen kostenlosen Energiecheck, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt anbietet. Auch einen Teil der Kosten für die Modernisierung können staatliche Förderprogramme der KfW Förderbank und des BAFA abfangen, denn die KfW fördert Maßnahmen, die die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern und die BAFA unterstützt den Einsatz von regenerativen Energien zur Wärmeerzeugung. Die KfW kann beispielsweise zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für nachträgliche Dämmmaßnahmen anbieten. Für Einzelmaßnahmen stehen Darlehen in Höhe von maximal 50.000 Euro zur Verfügung. Wer aber lieber einen Zuschuss statt ein Darlehen möchte, bekommt fünf Prozent der Kosten, höchstens aber 2.500 Euro. Anträge für das Darlehen können über die Hausbanken gestellt werden und die Anträge für einen Zuschuss gehen direkt an die KfW.
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